Expertentipp: Online Coaching

Die Führungskraft als Online Coach – was ist Online Coaching überhaupt?

Führungskräfte Coaching bleibt auch online das, was es im Face-to-Face Modus ist: Echte Menschen setzen Dinge in Bewegung und arbeiten gemeinsam an Lösungen.

Hier die wichtigsten 5 Bausteine für ein gelungenes Online Coaching

1. Technische Grundausstattung

Wirkungsvoll coachen ist nur möglich, wenn Sie sich ganz auf die verbalen und nonverbalen Signale des Mitarbeiters, der Mitarbeiterin konzentrieren können. Daher ist es ganz besonders wichtig, dass die Kommunikation ungestört verlaufen kann. Im Zusammenhang mit Online Coaching heißt das: Sorgen Sie für eine – möglichst reibungslos – funktionierende, technische Ausstattung und achten Sie darauf, dass Sie diese auch souverän bedienen können.

2. Grundlegende Coachingskills

So manche Führungskraft ist durchaus davon überzeugt, bereits ein guter Coach zu sein. Das kann stimmen oder auch nicht.

Was Coaches in der Regel tun, wissen die meisten: Sie stellen Fragen und hören zu. Was sie nicht tun (sollten) ist, eine Lösung vorzuschlagen und den/die andere/n in diese Lösung hineinzudrängen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn wenn Mitarbeiter:innen im Coachinggespräch nicht zu Antworten und Lösungen kommen, die doch ganz logisch erscheinen, will man gerne eingreifen. Gar nicht wenige Coachingversuche enden daher im Versuch, sein Gegenüber von etwas überzeugen zu wollen. Meist handelt es sich dabei um den Wunsch nach Zustimmung zu bereits beschlossenen Sachen.

Das ist kein echtes Coaching – und bringt, wenig überraschend, auch nicht den gewünschten Erfolg!

3. Klare Zielsetzungen definieren

Bevor ein Coaching beginnt, ist es entscheidend, klare und spezifische Ziele zu definieren. Sowohl Coach als auch Coachee sollten sich im Klaren darüber sein, was erreicht werden soll. Diese Ziele dienen als Leitfaden für den gesamten Coaching-Prozess und helfen, den Fokus zu wahren.

4. Empathische Haltung

Damit Coaching wirkungsvoll ist, braucht es eine positive Beziehungsgestaltung und guten Kontakt zwischen der Führungskraft als Coach und dem Coachee. Freiwilligkeit, Akzeptanz und Vertraulichkeit sind die Basis für eine stabile Vertrauensbeziehung.

5. Kompetenz in der Medienkommunikation

Damit ist sprachliches, non- und paraverbales (Stimmlage, Artikulation, Lautstärke, Sprechtempo, Sprachmelodie, Sprechpausen) Verhalten in der medial vermittelten Kommunikation gemeint. Wir nehmen hier das videogestützte Coachinggespräch in den Fokus.

Der Blickkontakt

Die Kamera erlaubt keinen direkten Blickkontakt. Positionieren Sie die Kamera (wenn nicht ohnehin in Ihrem Notebook integriert) direkt über dem Videobild Ihres Coachees, am besten etwas oberhalb Ihrer eigenen Augen und schauen Sie im Gespräch immer wieder direkt in die Kamera. Auf manchen Kommunikationsmedien steht mittlerweile ein KI-gesteuerter Effekt zur Verfügung, der die Augen des Sprechers bewegt, um den Blickkontakt mit der Kamera zu simulieren.

Der Bildausschnitt

Achten Sie darauf, dass Ihr Coachee einen genügend großen Ausschnitt Ihrer physischen Erscheinung wahrnimmt und im Gespräch wiederholt Ihre Hände sehen kann. Das gibt die Sicherheit, dass Sie ganz präsent sind.

Die Stimme

Positiv auf das Stimmvolumen wirken sich aufrechte Haltung und Bauchatmung aus. Positionieren Sie beide Füße auf dem Boden – so sind Sie gut geerdet. Übereinander geschlagene Beine stören den gleichmäßigen Atemfluss. Ihre Stimme hat ein größeres Volumen, wenn Sie entspannt und aufrecht sitzen oder stehen. Mit guter Atmung lässt sich die Stimme leicht modellieren und man muss sich nicht anstrengen oder besonders laut reden. Sie werden besser verstanden.

Erweitern Sie Ihre Online Coaching-Kompetenzen und profitieren Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeiter:innen von den Möglichkeiten, die Ihnen die digitale Coaching-Kommunikation bieten.

 

Winkler-Röll


  Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

  Ihre Bernadette Winkler-Röll, VBC-Trainerin

 



 

2-Apr-14-2022-10-13-52-11-AM
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